Praxis und Übungstörn April 2010

Logbuch der Hannah (Bavaria 42C

15. Dezember: In fast gleichen Abständen von ca. einer Stunde trudeln wir in Teneriffa ein. Da wir - wie meist - eine bunt zusammengewürfelte Crew sind, treffen wir uns erst auf der Yacht, aber alle haben Radazul und die Yacht ohne Probleme gefunden. Wir, das sind diesmal Filiz und Caspar aus der Schweiz, Annette aus dem Köllner Raum, Alexandra und Mathias aus Berlin, und Markus aus dem Wiener Großraum und ich – aus Linz bzw. Wien. Ich habe diesmal den spätesten Flug und treffe erst bei Dunkelheit ein. Die anderen haben inzwischen den Einkauf erledigt und erwarten mich im Restaurant. Außer Abendessen und Kojeneinteilung passiert nichts mehr. Die Nacht ist etwas unruhig und laut, da Schwell in den Hafen steht.

 

16. Dezember: Heute geht es los! Nach einem super Frühstück in der Sonne, bei dem wir gleich die „Einweisung“ erledigen, sind wir kurz nach 11 Uhr startbereit. Da wir zur Marina del Sur wollen und der Wind – wie meist – aus nördlicher Richtung bläst, setzen wir einen Preventer und fahren mit einer tiefen Raume unserem Ziel entgegen. Entspannt sitzen wir im T-Shirt in der Plicht. Nur im Schatten kann es nach längerer Zeit etwas kühl werden.

Später können wir sogar Schmetterling fahren, dafür verzichten wir gerne auf eine Ankunft bei Tageslicht. Das Anlegemanöver gelingt bestens und wir genießen unsere Bordküche.

 

18. Dezember: Nach gutem, aber kurzem Schlaf genießen wir die warmen Duschen und den Komfort der fast leeren Marina, bevor fast alle auf Landausflug gehen. Der Tag ist sonnig und windstill.

19. Dezember: Der Wetterbericht hat einen Tag ohne viel Wind vorhergesagt und scheint leider recht zu haben. Sofort nach dem Frühstück gehen wir „Anker auf“ und nehmen Kurs auf La Gomera. Es ist ungewöhnlicherweise bewölkt und das Meer fast glatt. Eine Gruppe Delfine, die plötzlich neben der Yacht auftaucht entschädigt uns für den „Motorvormittag“. Gegen 14Uhr kommt dann doch ein dreier Wind auf und wir können nach La Gomera segeln. Wie geplant sind wir knapp vor Sonnenuntergang bei Los Organos,  einem besonderen Naturphänomen der vulkanischen Vergangenheit, das aussieht wie riesige versteinerte Orgelpfeifen und nur vom Meer aus sichtbar ist. Obwohl der Wind beinahe eingeschlafen ist, versuchen wir noch aufzukreuzen, müssen dann aber nach Sonnenuntergang die Segel streichen. Um 22 Uhr legen wir in der Marina San Sebastian an. Rasch verschwinden alle in den Kojen.

 

20. Dezember: Wieder ein schöner, sonniger Tag. Ein Teil der Crew macht einen Landausflug, die anderen wollen nach dem (ausgezeichneten) Mittagessen im Freien bei 27 Grad C. ein bisschen Hafenmanöver üben. Um 18 Uhr starten wir dann zur Nachtfahrt nach Teneriffa. Die erste Stunde haben wir super Wind, dann müssen wir den Motor anwerfen, den wir nicht mehr abstellen können, bis wir um kurz nach Mitternacht den Anker werfen können. Müde verkriechen wir uns in die Kojen. Die Nacht ist wegen des Schwells und aufkommendem Wind etwas unruhig.

21. Dezember: Nach einem guten Frühstück gehen wir „Anker auf“, was wegen der schwachen Winsch und dem sehr gut sitzenden Anker etwas länger dauert als geplant, dann können wir aufkreuzen. Da wir heute ein unverschiebbares Ziel und eine feste Ankunftszeit haben,  müssen wir zu  Mittag eine Stunde motoren, dann können wir wieder aufkreuzen. Da wir alle soviel Spass dabei haben, riskieren wir eine späte Ankunft und sind tatsächlich erst um 19 Uhr in Radazul Marina. Zum Glück hat die Tankstelle noch offen und so können wir, nach dem Tanken, unseren endgültigen  Liegeplatz ansteuern. Zur Feier des Tages gehen wir noch einmal auswärts essen und sitzen noch ein bisschen an Bord zusammen.

22.Dezember: Am Samstag erfolgt der Check out, es ist ok und der Reihe nach verlassen wir schwitzend - da schon zu warm angezogen - unsere Sabor, die uns eine Woche bzw. 258 nm durch die Kanaren getragen hat.

In Europa erwartet uns dann der Winter mit Frost. 

 

 

 

 

 

 

 

Frank Doberenz Yachtcharter und -agentur

 

Kanarentörn

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Sonne, Wind und Meer

Unser  Törn mit der „SABOR“ Oceanis 473

17. Dezember: Wir frühstücken im Warmen, in der Sonne. Da wir beschlossen haben, eine Nachtfahrt nach La Palma zu machen, haben wir es nicht sehr eilig. So kaufen wir erst einmal ein, gehen ins Internet Café, und laufen dann am späten Vormittag, bei gutem Wind und über 24 Grad C. aus. Leider ist der Wind nur die Düse und nach knappen 6 Meilen sind wir in der Flaute bzw. der Abdeckung von Teneriffa. Also üben wir ein bisschen BüB (Boje über Bord) und motoren bis zum Abend. Dann setzt guter Wind ein und wir segeln mit 8kn und halbem Wind auf La Palma zu. Anette ist kaum mehr vom Ruder weg zu bringen und surft tw. mit über 9kn durch die Nacht. Obwohl der Wind dann nachlässt und einschläft, kommen wir um eine Stunde früher an, als berechnet.

Endlich am Schwimmsteg angelegt, gehen wir um ca. drei Uhr früh schlafen.

 

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